Erntedankfest 2026
04. Okktober 2026
- Perikope 2 -
Woche vom 04.10.2026 – 10.10.2026
Der Predigttext für diesen Sonntag seht im
2. Korinther 9, 6- 15
Denkt daran: Ein Bauer, der nur wenig Samen aussät, wird auch nur eine kleine Ernte
einbringen. Wer aber viel sät, wird auch viel ernten.
Jeder von euch muss selbst entscheiden, wie viel er geben möchte. Gebt jedoch nicht
widerwillig oder unter Zwang, denn Gott liebt den Menschen, der gerne gibt.
Er wird euch großzügig mit allem versorgen, was ihr braucht. Ihr werdet haben,
was ihr braucht, und ihr werdet sogar noch etwas übrig behalten,
das ihr mit anderen teilen könnt.
In der Schrift heißt es: »Er hat ausgestreut und den Armen gegeben - seine Gerechtigkeit
bleibt in Ewigkeit.«
Denn es ist Gott, der dem Bauern Saatgut und Brot zu essen gibt.
Genauso wird er auch euch viele Gelegenheiten geben, Gutes zu tun, und eure Großzügigkeit
wird viele Früchte tragen.
Ihr werdet empfangen, damit ihr umso großzügiger geben könnt. Und wenn wir
eure Gabe denen bringen, die sie nötig haben, werden sie Gott von Herzen danken.
Auf diese Weise geschehen gleich zwei gute Dinge: Die Not der Gemeinde in Jerusalem
wird gelindert, und sie werden Gott voller Freude danken.
Durch euer großzügiges Geschenk werdet ihr also zur Verherrlichung Gottes beitragen.
Denn eure Großzügigkeit ihnen gegenüber beweist, dass ihr der Botschaft von Christus gehorcht.
Sie beten für euch und möchten euch wiedersehen, weil sich Gottes reiche Gnade an
euch zeigt.
Wir danken Gott für seinen Sohn - ein Geschenk, das so wunderbar ist,
dass es sich nicht in Worte fassen lässt!
(Neues Leben Bibel)
Wer lieber hört:
Das liebe Geld und das Geben für Andere, eine heikle Angelegenheit.
Hier im Text wirbt Paulus nach einem moderaten Einstieg für die Hilfe der Gemeinde
in Jerusalem, die offensichtlich in Not ist.
Paulus, der ja sonst ziemlich deutlich sagt, was er erwartet bzw. für absolut richtig hält,
ist hier doch merklich zurückhaltender.
Er teilt nicht pauschal in gute Christen – schlechte Christen ein.
Er macht es philosophisch, fast schon, wie Jesus selber, spricht er im Bild;
von einem Bauern, der sein Auskommen an seiner eigenen Aussaat festmachen kann.
Es ist natürlich einleuchtend, dass bei fleißiger und arbeitsreicher Aussaat einfach
auch ein größerer Ertrag zu erwarten ist.
„ wer viel sät, wird viel ernten“
Aber Paulus weist ganz klar darauf hin:
„ Gott liebt den Menschen, der gerne gibt“,
und er wird ihn sogar noch reich beschenken; und nicht nur das. Gott gibt überreich
und trotz Teilen und Weggeben bleibt noch mehr als genug übrig.
„Er wird euch großzügig mit allem versorgen, was ihr braucht. Ihr werdet haben, was ihr
braucht, und ihr werdet sogar noch etwas übrig behalten, das ihr mit anderen teilen könnt“.
Ach ja, auch mit dem Brauchen ist es so eine Sache. Was brauche ich denn wirklich?
Kann ich da einen Abgleich machen, von dem, was ich denke, dass ich brauche
und was Gott mir dann zur Verfügung stellt?
Ein befreundeter Pfarrer hat zu diesem Thema einmal gepredigt:
„Vielleicht bekomme ich ja nicht immer das, was ich für meinen Verdienst halte,
aber sicher immer genug von dem, was Gott denkt, das ich brauche.“
Und was ist, wenn ich garnicht geben möchte? Wenn ich der Meinung bin,
nichts übrig zu haben, um zu geben?
Noch vermessener ist ja der Gedanke, dass der Empfänger es vielleicht garnicht
verdient hat, von mir bedacht zu werden.
Heute ist auch Erntedankfest. Die Tradition, für die eingebrachte Ernte zu danken,
ist schon älter als das Christentum. Aber wenn dieses Fest einen Platz in unserer Zeit hat,
dann sicher in den Gemeinden Gottes.
„Denn es ist Gott, der dem Bauern Saatgut und Brot zu essen gibt.
Genauso wird er auch euch viele Gelegenheiten geben, Gutes zu tun,
und eure Großzügigkeit wird viele Früchte tragen.
Ihr werdet empfangen, damit ihr umso großzügiger geben könnt. “
Doch wir ernten mehr: Nahrung und Kleidung, jedes Wachsen und Gedeihen
in Partnerschaft und Familie, große und kleine Erfolge im Beruf – da ist so viel,
wofür wir danken können. Ich könnte hier noch viele
Dinge ergänzend zufügen, wenn ich meinen ganz persönlichen „Reichtum“
vor Augen habe, mit dem mich Gott beschenkt.
Das Erntedankfest gibt der Dankbarkeit Raum und wendet sie hin zu Gott.
Wer dankt, sieht nichts als selbstverständlich an und weiß sich von Gott reich beschenkt. Ängstliches Sammeln und übermäßiges Sorgen ist ihm fremd.
Gottes Großzügigkeit steckt an. So lenkt der Sonntag den Blick über den eigenen
Tellerrand hinaus und ruft zum verantwortungsvollen Teilen von Besitz und auch
zukünftigen Einnahmen auf.
Wer so geben kann, dessen Quellen werden nie versiegen.
In Vers 15 gibt Paulus aber den entscheidenden Wegweiser für mein Überlegen
und Handeln beim Geben und Schenken:
„Wir danken Gott für seinen Sohn - ein Geschenk, das so wunderbar ist,
dass es sich nicht in Worte fassen lässt!“
Gott hat als Geber und Fürsorger vorgelegt. Er hat seinen eigenen Sohn
zum Geschenk gemacht, unglaublich – aber wahr!
Weil ich mit meinem Glauben an den auferstandenen Jesus Christus diese Gabe Gottes angenommen habe, wächst mir die Kraft, zu danken, zu teilen, zu schenken.
„Durch euer großzügiges Geschenk werdet ihr also zur Verherrlichung Gottes beitragen.
Denn eure Großzügigkeit ihnen gegenüber beweist, dass ihr der Botschaft von Christus gehorcht.“
Zum Empfangen und Weitergeben gehört eben auch die Großzügigkeit.
Wenn es um die Verherrlichung Gottes geht, ist es sicher keine Strafe,
großzügig zu sein, sondern es fließt Ruhe und Kraft in mein Leben,
durch die beschenkende Anwesenheit meines Gottes.
(Heidi Taut)
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Großzügigkeit- Ein Zeichendes Vertrauens, Er gibt, weil er weiß: Großzügigkeit ist niemals Wagnis. |
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n a c h l e s e n
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