Pfingsfdest 24.Mai 2026
Woche vom 24.05.2026 – 30.05.2026
Der Predigttext für den Sonntag steht in
Apostelgeschichte 2, 1 - 21
Als das Pfingstfest kam, waren wieder alle zusammen, die zu Jesus gehörten.
Plötzlich kam vom Himmel her ein Rauschen wie von einem starken Wind.
Das Rauschen erfüllte das ganze Haus, in dem sie sich aufhielten.
Dann erschien ihnen etwas wie züngelnde Flammen. Die verteilten sich
und ließen sich auf jedem Einzelnen von ihnen nieder.
Alle wurden vom Heiligen Geist erfüllt. Sie begannen, in fremden Sprachen
zu reden – ganz so, wie der Geist es ihnen eingab.
In Jerusalem lebten auch fromme Juden aus aller Welt, die sich hier
niedergelassen hatten.
Als das Rauschen einsetzte, strömten sie zusammen. Sie waren verstört,
denn jeder hörte sie in seiner eigenen Sprache reden.
Erstaunt und verwundert sagten sie:»Sind das nicht alles Leute aus Galiläa,
die hier reden?
Wie kommt es, dass jeder von uns sie in seiner Muttersprache reden hört?
Wir kommen aus Persien, Medien und Elam. Wir stammen aus Mesopotamien,
Judäa und Kappadozien, aus Pontus und der Provinz Asia,
aus Phrygien und Pamphylien.
Aus Ägypten und der Gegend von Kyrene in Libyen, ja sogar aus Rom
sind Besucher hier.
Wir sind Juden von Geburt an, aber auch Fremde, die zum jüdischen Glauben
übergetreten sind. Auch Kreter und Araber sind dabei.
Wir alle hören diese Leute in unseren eigenen Sprachen erzählen,
was Gott Großes getan hat.«
Erstaunt und ratlos sagte einer zum anderen: »Was hat das wohl zu bedeuten?«
Wieder andere spotteten:»Die haben zu viel süßen Wein getrunken!«
Da trat Petrus vor die Menge, zusammen mit den anderen elf Aposteln.
Mit lauter Stimme wandte er sich an die Leute: »Ihr Leute von Judäa,
Bewohner von Jerusalem! Lasst euch erklären, was hier vorgeht,
und hört mir gut zu!
Diese Leute hier sind nicht betrunken, wie ihr meint.
Es ist ja erst die dritte Stunde des Tages.
Nein, was hier geschieht, hat der Prophet Joel vorhergesagt:
›Gott spricht: Das wird in den letzten Tagen geschehen:
Ich werde meinen Geist über alle Menschen ausgießen. Eure Söhne und Töchter
werden als Propheten reden. Eure jungen Männer werden Visionen schauen,
und eure Alten von Gott gesandte Träume haben.
Über alle, die mir dienen, Männer und Frauen, werde ich in diesen Tagen
meinen Geist ausgießen. Und sie werden als Propheten reden.
Ich werde Wunder tun droben am Himmel und Zeichen erscheinen lassen
unten auf der Erde: Blut und Feuer und dichte Rauchwolken.
Die Sonne wird sich verfinstern, und der Mond wird blutrot werden.
Dies alles geschieht, bevor der große und prächtige Tag des Herrn anbricht.
Jeder, der dann den Namen des Herrn anruft.
(BasisBibel)
Wer lieber hört:
Wer kennt das nicht, der Kopf scheint zu schwirren. Das Gefühl,
die eigenen Gedanken scheinen auf einer mehrspurigen Autobahn
unterwegs zu sein, ist schwindelerregend.
Da bin ich in meinem Lebenstempo auf der Mittelspur unterwegs.
Das Machbare, leicht zu Erledigende lasse ich bequem rechts liegen,
ziehe zufrieden daran vorbei und schaue voraus, was es als nächstes
zu überholen gilt, beziehungsweise anzugehen.
Auf der Überholspur jagen Aufgaben und Termine an mir vorbei;
dicht an der Mittelplanke, hinter der sich der Gegenverkehr bewegt,
der mit aufgeblendeten Scheinwerfern das Unerledigte, Verpasste,
nicht Geschaffte vorwurfsvoll anmahnt.
Mein Kopf muss unbedingt eine Pause machen, zur Ruhe kommen.
Der nächste Rastplatz in fünf Kilometern.
Der Blick auf die rechte Spur sagt, dass da noch viel zu tun ist,
die Aufgabenschlange nimmt gar kein Ende und der Kopf fängt an
zu schmerzen. Und Zeit für eine Ruhepause ist eigentlich nicht drin
– überhaupt keine Zeit, denn im Gegenverkehr lauert ja schon
mein Versagen.
Die Rast muss warten, und in 45 Kilometern kommt ja bereits die
nächste Möglichkeit kurz anzuhalten.
Aber ich weiß jetzt schon, dass es wirklich nur kurz sein wird.
Ein Kaffee, und schon geht es wieder auf die Bahn.
Am Ende des Tages ist vieles liegengeblieben, am Arbeitsplatz,
in der Familie und auch im Kopf.
Der nächste Tag bringt neue Aufgaben und Herausforderungen,
aber der Kopf ist ja noch gefüllt mit den Resten von gestern und vorgestern,
und vorvorgestern….und der Kopf schmerzt schon am Morgen.
Und das ist NUR der Kopf.
Das Herz spielt ja auch seine Rolle; voll von Gefühlen, Wünschen
und Sehnsüchten, wenn es gut drauf ist, läuft es fast über vor Glück,
wenn es weniger gut läuft gibt es da schon Kämpfe und Krämpfe.
Da hat die Seele einiges zu tun, um alles im Gleichgewicht zu halten
und das Leben erträglich zu gestalten – oder eben auch nicht.
Die Seele sucht nach Auswegen und gibt dem Körper das Signal,
sich mitzuteilen. Und dann schließt sich der Kreis, die gesamte Last ist
nicht mehr erträglich.
Was zuviel ist, wenn es zuviel ist, ist zuviel.
Gott spricht: Ich werde meinen Geist über alle Menschen ausgießen.
Eure Söhne und Töchter werden als Propheten reden. Eure jungen Männer
werden Visionen schauen, und eure Alten von Gott gesandte Träume haben.
Über alle, die mir dienen, Männer und Frauen, werde ich in diesen Tagen
meinen Geist ausgießen. Und sie werden als Propheten reden.
Gott ist da, mit seiner Gabe des Geistes für alle, die ihm dienen.
Nur wo hinein wird Gott seinen Geist gießen? In Menschen, die ihm
zwar dienen, aber in Kopf, Herz und Seele schon völlig ausgelastet sind?
Die14. Strophe des bekannten Liedes: ‚Geh aus mein Herz‘ beginnt
mit den Worten:
Mach in mir deinem Geiste Raum…
Was heißt das für mich, wenn Gott Raum schafft in mir?
In meinem Kopf, in meinem Herz, in meiner Seele.
Was muss raus, was darf bleiben?
Ein bischen auf- und umräumen ist nicht genug, damit gibt Gott sich
nicht zufrieden. Sein Geist will mich verändern.
Bin ich überhaupt bereit und fähig, zu so einer grundlegenden Veränderung,
und was bedeutet das für mein Leben?
Das Pfingstfest, die Ausgießung des Heiligen Geistes, damals in Jerusalem,
wird als Geburtstag der christlichen Kirche angesehen.
Wenn ich mich persönlich auf diese innerliche Erneuerung einlassen kann,
Gott die Vollmacht gebe, in mir den Raum für seinen Geist zu schaffen,
darf ich mich freuen, das Pfingstfest zu meinem Geburtstag machen.
Diesen neuen Geburtstag feiere ich mit meinen Geschwistern
im neuen Geist von Pfingsten, mit dem Liedvers:
Ich selber kann und mag nicht ruhn,
des großen Gottes großes Tun
erweckt mir alle Sinnen;
ich singe mit, wenn alles singt,
und lasse, was dem Höchsten klingt,
aus meinem Herzen rinnen.
(Heidi Taut)
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n a c h l e s e n
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